Radarastronomie

Goldstone Observatory
3-D-Modell des Asteroiden Kleopatra, erstellt auf Basis von Radarbeobachtungen (JPL)
Asteroid (53319) 1999 JM8: Radardaten (oben), das daraus abgeleitete 3-D-Modell (unten), und das aus dem Modell errechnete, erwartete Radarecho (Mitte).
Von der Raumsonde Cassini angefertigte Radaraufnahme der Oberfläche des Saturnmondes Titan. Wegen eines dichten Wolkenschleiers sind dort Beobachtungen im sichtbaren Bereich nicht möglich.

Die Radarastronomie ist ein Verfahren zur Untersuchung der physikalischen Eigenschaften und bildlichen Darstellung von Himmelskörpern unseres Sonnensystems. Bei dieser Technik werden Mikrowellen von einem großen Radioteleskop oder einem anderen Sender, der fähig ist, starke gebündelte Mikrowellenstrahlen auszusenden, in Richtung des zu untersuchenden Objekts ausgesandt und anschließend werden mit einem Radioteleskop oder einem Verbund von Radioteleskopen die reflektierten Mikrowellen, also das Echo, untersucht, ähnlich wie bei einem irdischen Radar-System. Die Radarastronomie unterscheidet sich von herkömmlicher Radioastronomie darin, dass letztere eine rein passive Beobachtungsmethode der ankommenden Strahlung eines Objekts ist und in der Radarastronomie aktiv Strahlung ausgesendet wird. Dabei wird zwischen gepulster und kontinuierlicher Mikrowellenaussendung unterschieden.


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